Filme über altes Handwerk

                          traditionelle Thüringer Arbeitswelt                                                                        Seit 2009 produziert Roland Wozniak im

Auftrag der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen,

Dokumentarfilme über aussterbende Berufe in Thüringen.

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„Der Kasperkopfschnitzer von Crock“

2009 | Länge 23 Minuten | DVD Pal 16:9

 


Wolfgang Hopf lebt in Crock und ist einer der letzten Kasperkopfschnitzer.

Einst stand hier fast in jedem Haus eine Drehbank und aus dem weichen Holz der Weymouthskiefer wurden Kasperköpfe und andere Handpuppen geschnitzt.

2009 besuchten wir Wolfgang Hopf in seiner Werkstatt und sahen ihm bei seiner Arbeit zu.


Dieser Film soll auch noch den kommenden Generationen vermitteln, mit welcher Kunstfertigkeit und welchem Können die Vorfahren ihr Handwerk betrieben.


Der Film ist eine Momentaufnahme der Zeit von 2009 und geht mit den Erinnerungen des Schnitzers über ein halbes Jahrhundert zurück.

Es könnten fast die letzten Aufnahmen eines Handwerks sein, welches wir in Zukunft in dieser Form wohl nicht mehr finden werden.





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„Der letzte Pferdchenmacher von Thüringen“

2010 | Länge 32 Minuten | DVD Pal 16:9



Hölzerne Pferdchen gehörten einst zum Hauptsortiment der Thüringer Spielzeugmacher. Neben Ohrdruff entwickelte sich die Gegend um Eisfeld, speziell die Dörfer Hinter- und Waffenrod zum Zentrum der Pferdchenmacherei.


Herbert Kreußel ist der letzte Pferdchenmacher Thüringens, im Winter 2010 besuchten wir ihn in seiner Werkstatt in Hinterrod.

Aufnahmen aus der historischen Pferdchenmacherwerkstatt des Museum in Eisfeld komplettieren diesen Film. Viele Arbeitsschritte und Stunden, ja Tage sind nötig, ehe aus einem Stück Fichtenholz ein Spielzeugpferdchen wird, wir durften dabei zusehen.






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„Die Peitschenmacher aus Frankenheim/Rhön“

2010 | Länge 32 Minuten | DVD Pal 16:9


Frankenheim in der Rhön galt einst als das Zentrum der Peitschenstockmacherei in Thüringen.

Die Peitsche ist mehr als ein Stock mit einem Riemen befestigt, sie war von jeher ein wichtiges Utensil im Umgang mit Tieren.

Die Brüder Gustav und Otto Dietzel kennen die Peitschenstockmacherei seit ihrer Kindheit. Diese traditionelle Arbeitstechnik wäre vieleicht schon ausgestorben, wenn nicht die Brüder Dietzel nach der Wende hobbymäßig mit der Peitschenmacherei eine neue alte Aufgabe gefunden hätten.


Die Filmreihe „Traditionelle Thüringer Arbeitswelt“ widmet sich den fast vergessenen Arbeitstechniken, in diesem Teil führen uns die Brüder Dietzel die Peitschenstockmacherei noch einmal vor und schildern die Arbeitswelt von einst.




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„Wo die letzten Meiler rauchen“

2010 | Länge 45 Minuten | DVD Pal 16:9



Der Köhler ist heute in Deutschland ein nahezu ausgestorbener Beruf, seine Aufgabe ist es aus Holz in Meilern Holzkohle zu fertigen.

Holzkohle kennen viele nur noch aus dem Freizeitbereich, was wäre auch die berühmte Thüringer Bratwurst ohne Holzkohle.

Der überwiegende Teil der heute in Deutschland verkauften Holzkohle wird importiert. Einst schufen die Köhler mit ihrer Holzkohle die Grundlage für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft, das Schmelzen von Eisen war bis ins 19te Jahrhundert ohne Holzkohle nicht denkbar.


Im Sommer 2010 besuchten wir im Thüringischen Meusebach eine der letzten Köhlereien und in Mengersgereuth-Hämmern durften wir die Freunde vom Geschichts- und Köhlerverein beobachten, wie sie einmal im Jahr das alte Gewerk der Köhlerei pflegen und ihre Holzkohle im Erdmeiler gewinnen.




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„Der letzte Rauchwarenzurichter“

2011 | Länge 38 Minuten | DVD Pal 16:9


Mit Kurt Steiner ging im November 2010 der letzte Rauchwarenzurichter Thüringens in Rente.

Bevor der 83-jährige die Türen seiner Rauchwarenzurichterei in Neumannsgrund schloss, zeigte er noch einmal sein traditionelles Gewerk.

Rauchwaren sind Pelze.

Im Unterschied zum Gerber, der rohe Häute und Felle zu Leder verarbeitet, werden beim Rauchwarenzurichter die Rohfelle zu dauerhaften Pelzen zugerichtet.

Sonneberg war einmal neben Leipzig eine Hochburg dieses Handwerks in Mitteldeutschland, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Spielzeugmacher, die sich der Herstellung von Felltieren widmeten. Dieser Film ist ein Zeugnis, um jenes traditionelle Handwerk auch kommenden Generationen zu vermitteln.






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„Thüringer Nußknacker“

2012 | Länge 32 Minuten | DVD Pal 16:9


Der Nußknacker ist nicht wie oft vermutet eine Erfindung aus dem Erzgebirge, zuvor waren es auch die Spielzeugmacher im Sonneberger Land, die jene hölzernen Gesellen, oft als Karikatur auf Militär und Obrigkeit fertigten.


Wir besuchten den Spielzeugdesigner Manfred Krumholz im südthüringischen Almerswind. Seit seiner Pensionierung widmet er sich zunehmend den traditionellen Spielzeugen der Region und fertigt gelegentlich auch ein paar jener  typisch Sonneberger Nussknacker, wie sie dereinst auch als Symbol für die hiesige Spielzeugregion standen. 





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„Spielzeug von Pappenzeug“

Papiermaché in Thüringens Spielzeugindustrie

2013 | Länge 41 Minuten | DVD Pal 16:9


Seit Beginn des 19ten Jahrhunderts arbeiteten die Thüringer Spielzeugmacher mit Papiermaché. Spielzeuge von Pappenzeug gingen in alle Welt. Zusammensetzung und Verarbeitung des Materials war vom jeweiligen Verwendungszweck abhängig. Die vier wesentlichen Techniken, Drücken, Gießen, Kaschieren und das Prägen feuchter Graupappe können wir auch heut noch in Thüringen erleben. Wir besuchten in Steinach die Fa. Marolin wo seit mehr als 100 Jahren Krippenfiguren aus Papiermaché gedrückt und gegossen werden, in der Spielzeugmanufaktur von Holger Schwesinger in Seltendorf können wir das Prägen von feuchter Graupappe erleben und in Ohrdruff besuchten wir bei Familie Hanf, die letzte Maskenmacherwerkstatt Thüringens.





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„Goldene Kugeln, silberne Glöcklein, bunte Vögelchen aus Glas“         Christbaumschmuck von Thüringer Glasbläsern

2014 | Länge 28 Minuten | DVD Pal 16:9

 

Vor mehr als 150 Jahren begann der gläserne Christbaumschmuck, von Lauscha aus, seinen Siegeszug in die Weihnachtsstuben der Welt. Noch heute werden in der Region rund um Lauscha, in den Werkstätten der Glasbläser, die Kugeln mundgeblasen, verspiegelt und bemalt. Wir besuchten 2013 und 2014 die Glasbläserei „Thüringer Weihnacht“ in Limbach, einem Ortsteil von Neuhaus am Rennweg. In der Glasbläserei von Helmut Bartholmes wird der Christbaumschmuck heute in fünfter Generation gefertigt. Die Schwänzchen für die gläserenen Vögelchen sind aus gesponnenem Glas. Der letzte Glaspiner Hans Karl verstarb 2013, Archivaufnahmen von 2011 führen uns noch einmal in seine Werkstatt.





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„Eitel Glück - der letzte Walzenriffler von Stadtroda“        

2015 | Länge 31 Minuten | DVD Pal 16:9

 

Zum Mahlen des Korns verwendete man in den Mühlen seit dem ausgehenden 19ten Jahrhundert stählerne Riffelwalzen. Waren diese stumpf, dann wurden sie in der Walzenriffelei neu geriffelt. 2014 besuchten wir in Stadtroda Eitel Glück, den letzten Walzenriffler Thüringens. In dritter Generation betrieb er ein Leben lang den Mühlenbaubetrieb und die Walzenriffelei. Seit 1996 ist der Betrieb ein technisches Denkmal. Eitel Glück warf noch einmal die Transmission an und demonstrierte uns sein altes Handwerk. Anschaulich schildert er auch jene Zeit, als sie landauf, landab in den Mühlen die Wasseräder bauten.





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„Als der Meister noch den Backofen schürte“ 

Bäcker Müller aus Oberlind      

2019 | Länge 30 Minuten | DVD Pal 16:9

 

2018 gab es in Deutschland noch fast 11.000 Meisterbetriebe im Bäckerhandwerk, allerdings hat sich ihre Zahl seit 1990 mehr als halbiert. Gerhard Müller in Sonneberg- Oberlind ist Bäckermeister in vierter Generation. Ein Korb im Schaufenster gefüllt mit Brot und Brötchen signalisierte über Jahrzehnte den Kunden, dass der kleine Laden geöffnet sei. Bis zuletzt wurden hier im alten Holz- und Kohlebackofen des Urgroßvaters Brot und Brötchen gebacken. Zum Jahresende 2015 wurde die Bäckerei endgültig geschlossen. Zuvor durften wir den wohl letzten Bäcker vom alten Schlag noch einmal mit der Kamera bei einer Frühschicht in der Backstube begleiten.





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„Damit der Wagen rollt“ 

Werner Leuthäuser - Der letzte Stellmacher von Schönbrunn      

2020 | Länge 23 Minuten | DVD Pal 16:9

 

Noch bis zur Mitte des 20. Jh. war das Handwerk des Stellmachers weit verbreitet. Er fertigte unter anderen die hölzernen Wagenräder, Kutschenaufbauten, Schubbkarren und Schlitten. Im Somer 2018 trafen wir Werner Leuthäuser in seiner Werkstatt in Südthüringen. Der letzte Stellmacher von Schönbrunn zeigte uns noch einmal das alte Handwerk. Gemeinsam besuchten wir Reinhard Groß. Der thür. Elektromeister erbte in Pressig eine der ältesten Wagnereien Oberfrankens und hat diese bewahrt. So erklärte der Stellmacher dem neuen Besitzer der musealen Werkstatt die Werkzeuge und sein Handwerk.




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